WEICHEIER-TOUR 2007
Weicheiertour 2007 - oder: Wie umkreise ich das Sandsteinmuseum Havixbeck?
Sonntag, 28. November 2008, 11 Uhr: Bei Wiens in Billerbeck stehen sie wieder erwartungsfroh bereit für die Weicheiertour 2007: Norbert und Martraud (unsere Tourguides), Häbbät (Speedy Gonzales), der „kleine" Maddin (Petrijünger ohne Angel), der andere Maddin (grundsätzlich kein Petrijünger, dafür aber die nette Annette auf dem Soziusplatz), d´ Joachim (ohne weiblichen Schatten), Solo-Biker Friedhelm und unser Gütersloher Edelgewächs Herbert nebst „Verfolgerin". Habe ich noch jemanden vergessen? Ach ja, mich, den Chronisten (Jürgen) - mit Barbara (Basia) auf dem Soziusplatz.
Schon die Begrüßung desselben durch den Maddin ohne Angel hatte es in sich: „Welch seltener Gast", schallte es mir (also dem Chronisten) entgegen, „so macht man sich interessant..." Hahahaha.... Und dann auch noch den Affen machen von wegen: „Heute machen wir mal nicht nur Fotos beim Mittagessen oder Kuchen verspeisen".
Pah, wäre doch gelacht. Nobbätt, der Tourguide, hat vollstes Verständnis: „Da fährste dann nach Darup, wir kommen den Berg herunter und dann haste schöne Fahrfotos.
Prima Idee. Aber wer nimmt solange Barbara? Maddin, der Petrijünger winkt gleich ab: „Ne, lass mal. Habe noch nie jemanden hinten sitzen gehabt - bin ja auch zu klein zum Abfangen..." Oha. Friedhelm - hatte zwar auch noch keine Sozia im Nacken, traut sich aber und macht seine Sache ganz prima. Und außerdem leuchteten seine Augen ganz schön....
Gesagt, getan: Ab auf die 1150 RT und schwupp in Richtung Darup. Das Sträßchen ist zum Genießen: Große Bäume links und rechts, griffiger Belag, wenig Verkehr, die Tachonadel pendelt sich bei 100 ein. Gott sei Dank nicht zu schnell. Saus, was war denn das? Schiete, die Ortstafel von Darup. OK, drehen, positionieren, da kommen sie auch schon.
Dem „Redakteur" is` ma` nix zu schwör - also ran an die Kamera, gucken, zoomen. Was macht denn der blöde Radfahrer da mitten zwischen den Moppeds, hä? Zisch - und schon sind sie vorbei. He, Moment mal, wo bleibe ich denn? Kein Problem, wenige hundert Meter später stehen sie schon, getreu dem Motto: „Wo bleibt der denn schon wieder?"
Doch Nobbi, unser Tourguide, meint nur einladend: „Fahr mal weiter zum Fotografieren, kommt eine schöne Strecke." Recht hat er. Aber irgendwie habe ich bei den vielen kleinen Straßen die Orientierung verloren. Macht nix, jetzt geht es erst einmal kilometerlang durch die Münsterländer Karpaten. Nach einer angenehmen Kurvenorgie kommt dann wieder das Unvermeidliche - siehe Ortseingang Darup. Nur, dass diesmal kein Radfahrer die Szene stört.
Die weitere Tour führt uns schließlich durch das herbstliche Münsterland - Sonne pur, herbstliche Farben, das Rauschen im Blätterwald und, na klar, die unter unserer Motorradreifen aufwirbelnden Blätter. Einfach zum Genießen. Wäre da nicht irgendwo vorne das „Herumgeeiere" eines „Fast-Namensvetters". Herbert scheinen die Kurven noch nicht genug zu sein und so fährt er wedelnd vom rechten Fahrbahnrand zur Fahrbahnmitte und wieder zurück. Komisch. Auch bei der etwas späten Mittagspause im Café Bleifrei macht Herbi einen eher ungemütlichen bis sich selber ausschließenden Eindruck. Aber die Erklärung kommt prompt - der Rücken. Herbert, sag doch was, wir verstehen Dich. Na gut, wir versuchen es...
Vielleicht aber hatte „GPS-Ott" auch so eine Vorahnung: Das Ambiente stimmte zwar, das Essen allerdings war etwas durchwachsen. Quasi nicht für Herrn und Frau Jedermann. Also ääähhhrrrlich - der Ochsenschwanzssuppe fehlte etwas. Oder war es doch eine Gulaschsuppe ohne Gulasch? Egal. Pommes Rot-Weiß mit Bratwurst oder Schnitzel oder auch pur tun`s halt auch.
Die beiden Knaller des Tages aber sollten noch kommen: Ein Besuch des Sandsteinmuseums in Billerbeck - und das abschließende Kaffeetrinken unweit entfernt beim Tourguide. Gut, was die Sandsteinabbauer früherer Jahre nicht vermochten, haben wir ja hinbekommen: Mopped fahren. Dafür hatten die Jungs aus der Grube eine Menge anderes Zeugs: Abbauwerkzeug, Sägen, Loren, immer ´ne Flasche Schnaps und Schwatbroat inne Ledertasche - gegen den Durst, den Hunger und die Staublunge. Ob das harte Leben Spaß gemacht hat? Glaube ich nicht. Jedenfalls nicht so viel Spaß wie uns beim Kurvenkratzen.
Eher den Boden gekratzt oder beinahe geküsst hingegen hätte dann zu guter Letzt noch der Chronist. Mann sollte halt einfach nicht versuchen, im dritten Gang am Berg anzufahren. Geht schon mal daneben - wenn die Karre nicht abgefangen werden kann. Ist aber nix passiert - ausser ein paar schadenfrohe Lacher und ein einen roten Kopf unter dem Helm (den hat aber niemand gesehen - hihihihi).
Schlussendlich gab`s dann noch lecker Kaffee und von Martraud selbst gebackenen Kuchen. Schließlich sollte man Traditionen nicht brechen.
Ach ja: Das Pendant zur Weicheiertour ist hiermit auch geboren - die Harteierroute an Karfreitag 2008. Voooorrrrrmeeeerrrrrkkkkkeeeennnnn!