Samstag, 16. Februar 2008

WERFTBESICHTIGUNG PAPENBURG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Se(h)efahrt, die ist schön..."

 

Pünktlich um 8.30 Uhr trafen sich am Samstag, 16. Februar mehr als 20 BMW-Motorradfreunde mit Partnerinnen und Partnern, Freunden und Bekannten in „Ottibotti" zur lustigen Busfahrt nach Papenburg. Präsi Uwe und Busfahrer Jürgen, seines Zeichens sonst eher grün bemützt als „Dein Freund und Helfer" unterwegs, warteten schon auf die muntere Truppe.

Auf ging`s über die A1 und A30 nach Osnabrück, denn dort sollte noch, unter der Führung der MC-Namenlosen, eine ebenso lustige Gruppe zusteigen. Jetzt war er voll der Bus und pünktlich rollten die Räder gen Papenburg.

Wie das auf einer anständigen Fahrt so ist, stellte  Reiseleiter Uwe jetzt schnell der hungrigen „Meute"das leckere Sortiment an belegten Brötchen zur Verfügung. Assistiert von Lisa, der munteren Kaffeefee, war alsbald Ruhe im Bus hergestellt, allerdings unterbrochen von herzhaften mundartlichen Vorverdauungsgeräuschen.

Bei herrlichem Sonnenschein war dann schnell der Abzweig zur A31 erreicht. Mit Schwung hinein in die Auffahrt (da kullerte dann im Busbauch das Rückfahrtbuffet durcheinander) und dann immer geradeaus Richtung Norden. Durch Gerstenkaltschalen und anderes angeregt, plauschten die Bustouristen lustig miteinander oder genossen ein stilles Sonnenbad hinter der Scheibe.

Wie Busfahrer so sind, erahnte auch Jürgen den steigenden Blasendruck der Mitfahrer, sah in rauchentwöhnte Gesichter und suchte darum flugs die nächste (und einzige) Raststätte an der Autobahn gen Norden auf.

Frisch entleert, versorgt mit Schnäpschen (Feige`s Beste!) und Zigarettendampf startete der Bus zur Endetappe nach Papenburg. Mittagessen im Cafe „Mozart" war angesagt: Kartoffelsuppe, heiß und sämig, und dann Snirtjebraten  mit Kartoffeln, Rotkohl, Kürbis und Rote Beete (hoffentlich habe ich die emsländische Spezialität richtig geschrieben), geschmeckt hat es auf jeden Fall super lecker, hmmm!

Ab in den Bus und dann kam er, unser Meyer-Werft-Führer Hans-Otto Wübbeding, ein kauziger Ostfriese, der sich auf dem kurzen Weg zur Werft noch eben schnell lustig machte über seine emsländische Wahlheimat Papenburg mit „amerikanischer Botschaft" (die mit dem großen goldenen „M").

14.00 Uhr: Zwei Stunden Führung auf der Meyer-Werft lagen vor uns. Videoeinleitung, Schiffsmodelle ansehen, gewürzt mit kurzem historischen Abriss der Werftgeschichte, Muster-Kabinen ohne Probeliegen sehen, luxuriöse Einrichtungsgegenstände von imposanten Kreuzfahrtschiffen bestaunen, etwas über die Verbringung der Schiffe zur Nordsee durch die schmale Ems „erfahren" - alle haben andächtig unserem „Führer" gelauscht.

Ab zur Technik in Dock 1. Hier liegt ein 315 m langes, 11 Stockwerke hohes und fußballfeldbreites Kreuzfahrtschiff im Aufbau. Einfach gigantisch! Und dann das Highlight: Die neue AIDAbella, weiß gestrichen mit dem markanten roten Mund am Bug und der flatternden Wellenlinie am Außenrumpf (übrigens, nur außen wurden 160 t Farbe vermalt!). Fast fertig lag das stolze Schiff im Trockendock, bereit für das Auslaufen ins Hafenbecken zur Ausrüstung (ja, ich weiß, das Wasser fehlte noch).

Noch schnell durch den Werft-Souvenir-Shop und dann hieß es Abschied nehmen von einem wirklich informativen und schönem Ausflugsziel. Jürgen wartete schon, um die doch jetzt etwas lahmende Gruppe in die untergehende Sonne nach Osnabrück und dann wieder ins Münsterland zu bringen. Kaffee (mit Schwierigkeiten gebrüht, aber dann doch lecker) und Kuchenstückchen brachten verbrauchte Energie sofort zurück. Potts Landbier und Pils kühlten durstig glühende Kehlen und so ward dann die Rückfahrt, wie immer, kürzer empfunden als die Hinfahrt. Danke an alle die diesen schönen Tag erst durch ihren Einsatz möglich gemacht haben! (Ludger)

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