BÄRLIN BÄRLIN CLUBREISE NACH BERLIN
Jürgen Otto bringt BMW Motorradfreunde Westfalen auf Tour(en)
Die von Jürgen Otto organisierte Berlinfahrt mit der lange erwarteten Besichtigung des BMW-Motorradwerkes in Berlin-Spandau kann ohne Übertreibung als Höhepunkt unserer Jahresaktivitäten prämiert werden!
Man merkte Jürgen die Leidenschaft zum Zweitberuf, Reiseveranstalter, zu jedem Zeitpunkt der Reise an. Als wir am Freitag (28.11.08) gegen halb zehn zum vereinbarten Treffpunkt nach Ottibotti kamen, stand dort bereits das reichlich dimensionierte Luxusgefährt von Lippebus in Hamm, der Kaffee lief bereits durch und Jürgen hatte das kalkulatorisch vorhandene Restladevolumen des Busses von etwa 7 Tonnen mit Bier und Sekt aufgefüllt.
Daher haben wir uns auf der Hinfahrt auch über jeden Stau riesig gefreut, weil er Gelegenheit bot, noch ein kostenloses Bier mehr zu trinken.
Abfahrt in Ottibotti war pünktlich eine Viertelstunde vor der Zeit (9:45 Uhr) und dementsprechend pünktlich Ankunft in Osnabrück zur Aufnahme von Ludger Flaskamp und den Lambrechts.
Zur Besichtigung des Museums an der Gedenkstätte Helmstedt Marienborn hat es dann leider nicht mehr gereicht, aber dafür waren wir dank Jürgens Fahrkünsten immer noch superpünktlich um 19 Uhr in Königs Wusterhausen im Telekom Tagungshotel und gegen 20 Uhr zum bestellten Abendessen im Jagdschloss 1896.
Samstag kauften wir zunächst den Hundevorrat des Möbeldiscounters Höffner auf und verbrachten anschließend den Tag bei Schneeregen am Vormittag und trockenem Wetter am Nachmittag in BÄRLIN; Jürgen setzte uns am POPL (Potsdamer Platz) sowie am RT ab und musste Alkoholika nachladen (die 7 Tonnen des Anreisetages waren fast auf). Einige haben den Champagner-Service des KaDeWe genossen, andere sich geistlicher Erbauung im Berliner Dom hingegeben und Berliner Bären selbst hergestellt (Build a Bear im ALEXA-EKZ), Bugattis und Ferraris angesehen (Unter den Linden) bzw. größere Schokoladenvorräte angelegt (Fassbender & Rausch am Gendarmenmarkt).
Für das Abendessen hatte Jürgen dann wieder ein Berliner Spitzenlokal, das „Neumann's", aufgetrieben, um uns zu ermöglichen, das Gewicht zu halten „Entschuldigung, wie halten Sie Ihr Gewicht?" „Indem ich keine Mahlzeit auslasse ...") Neumann's kann man wirklich weiterempfehlen - preiswert und Superqualität.
Am Sonntag fand unsere große Stadtrundfahrt mit Ralf Bethke statt, der uns auch einmal die ungewöhnlicheren Plätze im Stadtgebiet von Berlin zeigte, wie z. B. das Alliiertenmuseum, den Grunewald, den Kreuzberg oder den Stadtteil Dahlem, wobei Ralf ununterbrochen einerseits viele Informationen vermittelte, andererseits aber auch zahlreiche „Dönekes" erzählte. Keine Frage ließ er unbeantwortet. Mittags verwöhnte uns Ralf mit der besten (Berliner) Currywurst der Welt; abends begleitete er uns noch bis zum Alex, wo die Herren wegen des verkaufsoffenen Sonntages noch die Plastikkärtchen zücken durften.
Den Abend beschlossen wir in der Osseria, für die man uns nach gehöriger Ausweiskontrolle schließlich doch noch ein Visum erteilte.
Den absoluten Höhepunkt hatte sich Jürgen im Sinne einer guten Dramaturgie allerdings für den letzten Tag aufgespart: Unser Besuch bei der einzigen BMW-Motorradproduktion im gesamten Universum. Um die Spannung auf einen nicht mehr überbietbaren Höhepunkt zu treiben, hatte Jürgen nachts seine Berliner Kollegen geradezu „angestiftet", die zielführende Autobahn sperren zu lassen, um uns dann mit unnachahmlicher Ortskenntnis durch das verstopfte Berlin im Verkehrsinfarkt zu fahren. Engste Straßen waren ihm dabei kein Hindernis, sondern eine erwünschte Herausforderung.
Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt, als Jürgen „unscheinbar" Beate bat, die vermeintlich echte Verspätung telefonisch im BMW-Werk mitzuteilen, um dann die gespielte Verärgerung des BMW-Werkes den unter Hochspannung stehenden Motorradfreunden mitteilen zu lassen! (Jürgen - wir hätten es fast geglaubt, dass wir wirklich zu spät dran waren!)
Die Tour durchs Werk war dann sehr spannend und sehr nahe an den Mitarbeitern der Produktion; man hätte alles anfassen können - es fand keinerlei Trennung oder Abgrenzung der Produktion von den Besuchern statt. Der Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung konnte uns sehr viele Angaben zur Herstellung und auch zum Werk selbst geben. Immerhin hatte das Werk 2007 einen Ausstoß von 105.000 Fahrzeugen, davon ca. 60.000 Boxer, mit nur ca. 2.000 Mitarbeitern.
Die Rückfahrt erfolgte völlig stau- und stressfrei mit bestelltem Mittagessen im Autohof dann zunächst nach Osnabrück und schließlich nach Ottibotti, wo wir etwa um 19:30 Uhr ankamen.
Es bleibt nur zu sagen: Danke, Jürgen!
Ulrich Rensch