Alte Motorräder und alte Lokomotiven
Irgendwie kam sie nicht so richtig zu Zuge, unsere Ausfahrt am Sonntag, 3. Mai: Alte Moppeds bei Werner Post in Walstedde und das Lokschuppenfest bei der Museumseisenbahn in Hamm zogen den berühmten Hering nicht vom Teller. Und so machten sich die "dreisten Vier" - also Jürgen, der Maddin und die zwei Friedhelms - auf den Weg über kleine Straßen nach Walstedde zum Anwesen von Werner Post. Der ehemalige Grasbahnfahrer und Präsident des Motorradsportclubs Walstedde hatte an diesem Sonntag zu einem Treffen Oldtimer begeisterter Motorradfahrer eingeladen. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, weshalb sich die Zahl der Besucher als durchaus "übersichtlich" beschreiben lässt. Umso intensiver zeigte Werner Post seinen Gästen seine Zweiradwelt, in die auch unsere "dreisten Vier" eintauchten. Gut, auf den Fotos sieht man nur den Maddin und die zwei Friedhelm zusammen mit Werner Post - Jürgen stand ja hinter der Kamera.
Nach gut einer Stunden fuhr das Quartett schießlich zum Lokschuppenfest am alten RLG-Bahnhof in Hamm. Drei Pendelfahrten mit einer Dampflok und einem Vier-Wagen-Züglein sollten zwischen Hamm RLG und dem Bahnhof Hamm-Uentrop gefahren werden. Allerdings hatte es den Heizer der Dampflok montezuammäßig dahingerafft, so dass anstelle der Damplok die nicht so personalintensive Großdiesellok V 200 033 mit dem Züglein auf die Strecke ging. Gut, die einst stolze Fernschnellzuglok der Deutschen Bahn, in ihrem Erhaltungszustand einmalig in der Bundesrepubik kam angesichts der Zuglast und der geringen Fahrgeschwindigkeit gar nicht erst richtig auf Trieb. Da wieherten zwar satte 2000 Pferdestärken im roten Ganzstahlkörper, doch der Lokführer musste die Zügel ganz schön straff halten...
Ansonsten gab es viel zu sehen rund um die Eisenbahn aus der frühen DB-Zeit. Und damit noch ei wenig Dampfzeitaltergemüt aufkam, zuckelte eine mehr als 100 Jahre alte kleine Maschine gemächlich durch ad Bahnhofsgelände - natürlich schwer mit (unnützen) Rangierarbeiten beschäftigt, schob sie doch andere Lokomotiven und Waggons von einer Ecke in die andere.
Lohnenwerst waren beiden Besuche allemal - auch für Clubmitglieder, den der Dampf quasi in die Wiege gelegt worden ist, weil sie nahe dem ehemaligen DB-Werk und heutigem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen irgendwie den schwarzen Rössern zu nahe gekommen oder diese denen mit der gellendem Dampfpfeife annodunnemals den Schlaf geraubt haben. Und wer Urlaub hatte, der kann aj auch malso zum Lokschuppen nach Hamm fahren. Die ehrenamtlich tätigen Musemseisebahner würden sich freuen.