Sonntag, 04. April 2010

HARTEIER-TOUR

 

Gut, okay, ich konnte es mal wieder nicht lassen: „Gottesgrün" lauert überall...

 

Eigentlich sollte - und hatte schliesslich auch - die Harteiertour 2010 Bad Driburg als Ziel haben. Aber irgendwie hatte sich Detmold in meinem Kopf einzementiert. Zumindest gedanklich, denn auf zwei Rädern ging es am Karfreitag bei schönem Frühlingswetter dann doch nach Bad Driburg. Und zwar problemlos, wenngleich auch „Gottesgrün" immer wieder ins Gespräch kam.

 

Egal: Pünktlich hatten sich die Bikerfreunde am Autohof Hamm-Uentrop eingefunden - jenem Paradies für Lkw-Fahrer und „Mac Doof"-Freunde, auf dessen Gelände vor Jahren schon Ex-Trucker und Biker Friedhelm an einer unscheinbaren Pommes-Bude seine Pausenzeiten verbracht hatte. OK, damals lauerte noch die „Manta-Platte" darauf, möglichst genussvoll verschlungen zu werden. Heute sind es eher Burger, Schnitzel oder ein kontinentales Frühstück. Und für die Mopeds und andere Gefährte gibt`s auch noch ein Rüsselgetränk mit der den Anforderungen entsprechenden Oktanzahl.

 

Nachdem schliesslich selbst aus dem Teuto und dem westlichen Münsterland die Mitfahrer eingetroffen waren, ging es los. Links herum, rechts herum, geradeaus und Kurvenspaß: Tourguide Jürgen hatte eine tolle Strecke ausgearbeitet, die vornehmlich Nebenstraßen berücksichtigte und das Motorradfahren einfach nur genießen ließ. Oder? Alle Hände voll zu tun hatte Fotografin Barbara in Jürgen`s Rücken, die ein ums andere Mal die Szenerie mit der Digitalen festhalten konnte. Dank eines schwenkbaren Monitors konnte Barbara quasi „aus der Hüfte schießen"....

 

Die Zwischenpause mit der Ausgabe von harten Eiern erfolgte dann in Büren. Aber den Flugplatz zu finden, wäre ja ohne Navi zu einfach gewesen. So ging es durch ein Wohngebiet (!) und durch die frühlingshaft erwachende Landschaft oberhalb des Flugplatzes über eigentlich für Motorräder gesperrte Wirtschaftswege. Ha, nicht erwischt. Und wenn? Tja, der ansonsten uniformierte Tourguide wird schon wissen, was er tut...

 

Ein Schlückchen Kaffee, ein Bütterchen, harte Eier garniert mit Salz und Pfeffer, ein Gummileckerchen und Benzingespräche - die Pause in Büren verging wie im Fluge. Wenngleich wir Biker nicht in die Lüfte aufgestiegen sind. Ab auf den Bock und weiter ging es durch das Eggegebirge und den südlichen Teuto über Altenbeken nach Bad Driburg. Die Strecke zwischen Altenbeken und Bad Driburg ist bei der „Heizerfraktion" mehr als beliebt und deshalb mit reichlich Verkehrsverboten und Schwellen garniert. Und dennoch gibt es welche, die es nicht lassen können...

 

In Bad Driburg angekommen war das Ziel der alte Güterschuppen am Bahnhof und das Café „Gleis 3". Verdammt, hier konnte man es aber gut aushalten. Während die einen tief in die Tasche griffen und sich die Modellausstellung der Eisenbahnstrecke zwischen Altenbeken und Ottbergen fasziniert anschauten, machten sich andere umgehend über Kaffee und Kuchen her. Leckerchen - je nach Wunsch. Das strahlten alle Teilnehmer mit der Sonne um die Wette.

 

Die Rückfahrt erfolgte weniger spektakulär - zwar auch über Nebenstrecken, aber so nach und nach wurde die Gruppe kleiner. Irgendwie hatte es keiner so richtig mitbekommen, und so trennte man sich fast grusslos in westliche und nördliche Richtungen. Daran müssen wir noch arbeiten. Aber ansonsten: Alles ward gut!                                                          

J ü r g e n      

 

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