HESSISCHES BERGLAND 19-20.06.2010
Die Sauerland- und Hessentour
nach Bad Sooden - Allendorf (Werratal - thüringsche Landesgrenze)
Am Samstag, den 19.06.2010 trafen sich 15 gut gelaunte BMW-Motorradfreunde mit ihren 8 Maschinen pünktlich um 9.00 Uhr an der A44 (Tankstelle „Am Haarstrang" - http://www.autobahntankstelle-am-haarstrang.de/).
Nach einer Kaffeepause machten sie sich trotz zweifelhafter Wettervorhersage auf einer von Martraud und Norbert sorgfältig geplanten und super gelungenen zweitägigen Motorradtour. Sie führte zunächst (vorbei am Sorpesee - www.sorpesee.de) über Nebenstraßen durch das kurvenreiche Sauerland. Bei Kirchhundem im Rothaargebirge machten wir am www.rhein-weser-turm.de (so heißt die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser) eine etwas längere Rast und gönnten uns bei lustiger Stimmung Kaffee und auch mehr.... Martraud ließ bereits eine außergewöhnliche Speisekarte umgehen und weckte so geschickt die Neugier für das abends geplante „kulinarische Event".
Weiter ging es dann Richtung Hessen zum Edertal vorbei an den Ederstausee - edersee.de. Das Wetter blieb stabil. Es war zwar kalt - so um die 13 bis 16 Grad, aber es blieb trocken - wenn auch teils dunkel bewölkt. Als Norbert wirklich nur ein kleines Stückchen die A49 in nördlicher Richtung fuhr, um sie dann in Richtung Guxhagen schnell wieder zu verlassen, durften wir kurz die regennasse Fahrbahn spüren. Dort hatte es wohl zuvor heftig geregnet und jeder hatte spätestens jetzt einen Grund, die BMW nach Rückkehr zu putzen. Aber - wir blieben weiterhin und das übrigens auch auf der Rückreise trocken - na ja: „... wenn Engel reisen ...".
In der schönen historischen Fachwerkstadt Melsungen (http://www.melsungen.de/ im Mittleren Fuldatal) machten wir einen kleinen Sparziergang. Die ruhige Fußgängerzone vermittelt mit ihren wunderschönen Fachwerken und Brunnen eine ruhige Atmosphäre. Die denkmalgeschützte Fulda-Brücke ist eine besondere Aussichtsplattform. Gleich nebenan gönnten wir uns auf der Cafe-Terasse direkt an der Fulda Kaffee und Kuchen.
Durch den östlich der A7 gelegenen Söhre- und Kaufunger Wald ging es durch den Naturpark Meißner - Kaufunger Wald (www.naturpark-mkw.de - dem traditionellen Reich der Frau Holle um den Meißner, dem König der nordhessischen Mittelgebirge) nach Bad Sooden (www.bad-sooden-allendorf.de).
Nach einem kleinem Missgeschick des Hoteliers verteilte es uns auf drei aber sehr nahe bei einander liegenden Unterkünften - die jedoch alle einwandfrei waren und wo wir sehr nett und herzlich empfangen wurden. Den Gastgebern war die Unterbringung unser Lieblinge (die Motorräder sind gemeint) ein eben so wichtiges Anliegen. Wir können die Häuser www.hotel-hilgenfeld.de sowie das preisgünstige 1a-Appartmenthaus (mit Hallenbad)Am Söderwald www.soederwald.de und die netten Gastgeberinnen wirklich Guten Herzens weiterempfehlen.
Der Höhepunkt des Tages bzw. Abends war das etwas andere Essen im Ratskeller Bad Sooden - Allendorf. Martraud und Norbert hatten dort bereits Probe gegessen und wussten deshalb genau, was sie essen würden. Alle anderen mussten sich bei Kerzenlicht und Leihbrille sowie mittelalterlichen Menübezeichnungen noch ein wenig zu recht finden. Der redegewandte Küchen-Chef verstand es mit - wie er sagte - losem Mundwerk, in die Tischmanieren einzuführen und bei der Menüauswahl zu unterstützen. Dort muss garantiert niemand verhungern und „hier wird Sie geholfen". Der Ratskeller www.kuechenmaisterey.de hat was ganz Besonderes. Das urige und orginelle Kellergewölbe mit einem besonderem Flair: „Mittelalterliche Tafeley & historisches Schmaustheater mit Erlebnisgarantie für Jedermann ob Niedergeboren oder Edelmann" (so heißt es auf der Internetseite) - das hat was! Am Nebentisch fand übrigens ein sog. Offenes Gelage statt und wir konnten herzlich mitlachen - bei dem, was die Gäste als Vorkoster u. ä. „durchmachen" durften. Wir haben dort sehr gut gegessen und (teils auch heftiger) getrunken. Leider waren die meisten von uns ziemlich geschafft und angesichts des Programms für den nächsten Tag wollten wir es nicht zu heftig treiben. Ansonsten wären wir noch gern länger geblieben - die Stimmung war jedenfalls super.
Das gemeinsame Frühstück hatte der Hotelier zwischenzeitlich im www.hotel-martina.de improvisiert, das sich ebenfalls gleich nebenan befindet. Das reichhaltige und ausgiebige Frühstück schaffte die erforderliche Grundlage für den Sonntag und stimmte sehr positiv ein in den neuen Tag, in die vorgesehene Tour und natürlich auch auf die Heimreise.
Für Sonntag hatten sich Martraud und Norbert einen weiteren Höhepunkt einfallen lassen - das nur wenige Meter entfernte Grenzmuseum Schifflersgrund - www.grenzmuseum.de. Für einen kleinen Eintritt erlebten wir hier einen hautnahen Einblick in die Grenzgeschichte und der Museumsmitarbeiter erläuterte sehr authentisch Hintergründe und Leid der betroffenen Menschen. Mit vielen Ausstellungstücken wurde den Opfern gedacht, aber auch die historische Entwicklung dargestellt und Einblick in die technische Entwicklung der aufwändigen Grenzüberwachung gewährt. Für diesen Besuch sollte man sich Zeit nehmen.
Auf der anschließenden Rückfahrt machten wir an der Weserfähre in Hemeln (http://www.biker-treff.de/treff/Gasthaus+Zur+F%C3%A4hre.html) gemeinsame Mittags-Rast. Über unterschiedliche Routen ging es von dort heimwärts. Die meisten ließen sich mit der Fähre übersetzen und traten die Rückreise auf der anderen Weserseite in Richtung Sauerland an und fuhren danach teils über AB nach Hause.
Diese zweitägige Motorradtour mit ihren rund 750 km war wieder etwas ganz Besonderes für die BMW-Motorradfreunde Westfalen. Den beiden Organisatoren gehört unser Lob und Dank, verbunden mit der leise ausgesprochenen Bitte, so etwas ruhig wieder anbieten zu dürfen. Es war einfach klasse und super originell.
Text: Uli_l Fotos:Uwe_G hier klicks Du