Donnerstag, 14. Oktober 2010

HARZ TOUR 2011

 

Harztour im Herbst 2010

 

-vom 24.09. - 26.09.2010-

 

Es hat fast schon Tradition, dass Silvia u. Uwe die BMW-Motorradfreunde-Westfalen in den herbstlichen Harz führen. Auch diesmal war das Interesse groß, so dass sich 14 Personen auf 8 Motorrädern auf den Weg machten.

 

Als gewohnter Treffpunkt war die Raststätte Am Haarstrang an der A44 ausgemacht. Die Anreise einiger Teilnehmer war durch Staus und starke Regenfälle erschwert, so dass es erst verspätet los ging. Auf abwechslungsreichen Strecken ging es zunächst durch das Sauerland bis die Richtung nach Nordosten gewählt wurde. Der Wettergott war noch recht gnädig und schickte nur den einen oder anderen Schauer auf die Reisenden herab. Gegen 18.00 Uhr wurde das im Zentrum des Naturparks Harz gelegene Örtchen Altenau erreicht. Vorher konnte schon ein kurzer Blick auf den Brocken geworfen werden. Die Unterkunft in einer ruhig gelegenen Pension, durchaus besonders auf Biker eingerichtet (von der Entgegennahme der Regenkleidung bis zu für Motorräder reservierte Garagen) wurde bezogen und sich zum Weg zur Speisegaststätte gesammelt. Diese lag nur wenige Meter entfernt und war nach der Unterkunft ein weiterer Glücksgriff. Die riesige Karte bot für jedermann etwas; die Preise waren angemessen. Mit diesem gemütlichen Zusammensein wurde der Tag beendet.

 

Die Enttäuschung war doch groß, als die Teilnehmer durch trommelnden Regen am Samstag geweckt wurden. Es wurde nicht lange gefackelt und die Ganzkörperkondome wurden angelegt. Kreuz u. quer durch den Harz ging es nach Nordhausen. Die Motorradfreunde waren trotz des Regenwetters nicht alleine unterwegs, so dass eine weitere Bikergruppe dazwischen rutschte. Dies führte in einer Baustelle zu Irritationen und zum Verlust der Spitzengruppe. Aber Dank Handy und Navi fand man sich bald wieder. Der Kyffhäuser war in Sicht, aber eine weitere Baustelle zwang zum Umweg.

Die Auffahrt zum Kyffhäuser war ein kurvenreiches Vergnügen.

Angekommen wurde erst einmal ein originelles Cafe mit hunderten von

Kaffeekannen an der Decke gestürmt. So gestärkt wurden Burgruine und

Denkmal nach einem kleinen Fußmarsch erreicht. Ganz nach oben wurde

aufgrund der bescheidenen Witterungsbedingungen nur ein Zweimann-

Stoßtrupp geschickt. Deshalb bietet sich sicherlich hier eine Wiederholung

bei besserer Witterung an, um die historische Stelle eingehend zu

besichtigen.

Kaum zu glauben, aber auf der Rückfahrt gelang dem Wetter noch eine

negative Steigerung. Als die ersten Höhen des Harzes erreicht waren,

verstärkte sich der Dauerregen, die Temperatur sank auf 5 Grad und Nebel

zog auf. So traf der Guide die einzig richtige Entscheidung, auf weitere

Abstecher zu verzichten und die Unterkunft anzufahren.

Dort angekommen wärmten sich einige Wagemutige im hauseigenen

Schwimmbad auf. Mangels Badekleidung fand schicke Unterwäsche ihren

Einsatz im Wasser.

Abends wurde die bewährte Gastronomie aufgesucht. Anschließend fand

ein kleiner Nachtrunk in der „Bar" der Unterkunft statt.

 

Auch beim Wachwerden am Sonntag zeigte sich der Wettergott ohne jede Gnade. Alles war wieder nass. Nach gemütlichem Frühstück erfolgte der Abschied von Altenau. Bei der Abfahrt vom Brocken zuckte ein Blitzkasten dreimal. Hat es den überholenden Autofahrer oder auch einen von uns erwischt? Kurz nach Goslar dann die große Überraschung - die Straßen wurden trocken. Kaum war das Weserbergland erreicht, zeigte sich sogar die Sonne. Entlang dem herrlichen Weserufer ging es bis zum Fährlokal, in dem ein paar Kalorien aufgenommen wurden. Die Fahrt durch den Friedwald hat fast schon Tradition. Bei der Auswahl der Straßen gen Westen hatte der Guide eine glückliche Hand. Eine schöne Strecke reihte sich an die andere. So wurde die A44 unterquert und das nordöstliche Sauerland erreicht. Hier nahmen die Teilnehmer Abschied und jeder wählte seinen heimatlichen Weg.

 

Trotz widriger Witterungsumstände war es für alle ein gelungenes Wochenende. Wie schön mag es erst in Altenau sein, wenn die Sonne scheint und man auf der riesigen Terrasse des Hauses mit Blick in den Harz frühstücken kann? Also scheint eine Wiederholung unvermeidlich!!!

Text: Volker     zu den Fotos